Prognose für 2010: Geld wird wieder wichtiger.

Dass wir im Kapitalismus leben, ist jetzt wirklich nichts Neues, das gebe ich zu.
Was ich aber wage, für das begonnene Jahr vorauszusagen:
Es wird wieder mehr ums Geld gehen.
Die Vorwehen haben wir schon erlebt:
Ständiges Gemaule über GEZ und GEMA, ein Riesenaufstand seitens der Bild über die kostenlose Tagesschau-App und vieles andere mehr.

Die Finanzierung von Inhalten der Verlage wird uns dieses Jahr wahrscheinlich auch noch einmal beschäftigen, wenn den Verlagen nicht Apple mit seinem Tablet zuvorkommt.
Dazu möchte ich noch eine Vermutung anstellen:
Nach der guten bisherigen Zusammenarbeit kann ich mir einen Deal mit Google gut vorstellen.
So, wie anfangs der iPod vor allem mit kostenlosen Podcasts gefüllt werden sollte,
könnte eine Zusammenarbeit mit Google Books und eine Einbindung aller frei erhältlichen Bücher vorerst für die nötigen Inhalte sorgen, damit man sich ein Tablet anschafft.
Wie sich das lohnen kann: Eventuell mit viel Werbung in kostenlosen eBooks für das Tablet.
Ich bin gespannt; wer sich das ominöse Gerät, was demnächst erscheinen soll, zulegt, meldet sich doch bitte mal bei mir oder lässt mir eines zukommen.

Was aber langsam auch allen klar werden sollte:
So gut individuell generierte Werbung inzwischen ist: Man kann nicht alles nur mit Werbung finanzieren.
Die Werbeeinnahmen der Verlage gehen zurück, denn Werbung ist nunmal nicht der einzige Faktor für Umsatz, das erkennen auch die Werbetreibenden.
Journalisten, besonders freie, aber auch Webdesigner, Social-Media-Teams, Webdesigner, und was es nicht alles gibt, brauchen ein Einkommen unabhängig von Werbeeinnahmen.
Die Konsumenten, von Apps, Neugikeiten, Medien allgemein, sollten sich darauf einstellen, wieder Geld für all das zu zahlen.
Ich finde es aber natürlich gut, am Beispiel einer App, wenn ich die Lite-Version gratis bekomme.
Für volle Funktionalität, bzw. für alle Inhalte, muss ich eben zahlen. So funktioniert das im Kapitalismus, und ich meine, Arbeit muss sich auch lohnen, sonst ist es klar, dass einige arbeitslos sind, weil sie so nicht arbeiten wollen.

Über all das muss diskutiert werden, und es wird viel verhandelt werden. Denn momentan kann nur Geld unsere Gesellschaft stützen und diese Stütze droht wegzubrechen.

Achja, noch eine Prognose für 2010: Der Sommer wird warm!
Das wars an Prognosen von mir, jetzt seid ihr gefragt, was habt ihr dazu zu sagen?
Liege ich ganz falsch?

p.s. Ich mag Prognosen genausowenig wie ihr…

This entry was posted on Dienstag, Januar 5th, 2010 at 16:17 and is filed under Gedankengänge, Sinn, Web & Technik. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

View Comments to “Prognose für 2010: Geld wird wieder wichtiger.”

  1. Tweets die MammutBlog » Blog Archive » Prognose für 2010: Geld wird wieder wichtiger. erwähnt -- Topsy.com Says:

    [...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von cdv, Alexander Klarmann erwähnt. Alexander Klarmann sagte: Meine Prognose für 2010: http://bit.ly/4xMdGt Sorry, der @prcdv hat mich dazu provoziert ;) [...]

  2. Erik Wagner Says:

    Sehr guter Artikel! Mal schauen ob sich alles bewahrheitet, was du sagst.

  3. cdv! Says:

    Lieber Mammut, es ging bisher schon immer um Geld, es wird weiterhin immer um Geld gehen. Dennoch, und da gebe ich dir gern Recht, geht es in Zukunft immer mehr darum, das lange nicht mehr alles kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Zum Anfüttern wird es das weiterhin geben, dann aber, schnapp, schlägt der Kostenarm zu: Zahlen! Aufpassen sollten wir da, wo es um wichtige Informationen geht. Ist denn jeder auch in der Lage, die für ihn relevanten Informationen zu bekommen? Was ist, wenn irgendwann die Müllabfuhr ihre Termine nur noch über twitter verkündet, ich aber als armer Schlucker kein Mobil-Device habe, diese Nachricht zu empfangen? So bad. Andere Frage: Wie können wir Menschen dazu erziehen, für sie wichtige Informationen zu erlangen, insbesondere im immer währenden Widerstreit Push/Pull? Und: Was wollte ich sonst noch sagen?

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